Kontakt

Dr. Susanne Schaefer
Geschäftsführerin

Stiftung Cusanuswerk
Baumschulallee 5
D-53115 Bonn
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Stiftung Begabtenförderung
Cusanuswerk
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Preisträger 2009


Im Rahmen einer Feierstunde am 29.10.2009 in Berlin wurde der Cusanus-Preis 2009 feierlich überreicht. In Anwesenheit des Schirmherren Prof. Dr. Riesenhuber MdB und des Stiftungsvorstands Prof. Dr. Dr. Hans Tietmeyer hielt Prof. Dr. Ulrich Abshagen als Mitglied der Auswahljury die Laudatio auf die zwei Preisträgerinnen und die drei Finalisten.

Preisträgerin Dr. Hilde Link - Prana-Projekt

Dr. Hilde K. Link rief nach der Tsunami-Katastrophe das Projekt PRANA in Süd-Indien ins Leben, das sich aus einer Hilfsaktion für die Opfer des Seebebens zu einem nachhaltigarbeitenden Schul- und Medizinprogramm entwickelt hat. Das Projekt leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Förderschule nimmt begabte Kinder aus verschiedenen Kasten und Religionsgemeinschaften sowie Kastenlose auf und unterstützt nicht nur deren Bildung,sondern bemüht sich auch um ein friedliches Zusammenleben der seit vielen Generationen verfeindeten gesellschaftlichen Gruppen.

Dr. Hilde K. Link ist Ethnologin und lebt seit 20 Jahren in Indien. Von 1983 bis 1986 war sie Stipendiatin des Cusanuswerks.

Preisträgerin Zlata Vodanovic - Der kleine Leseratten-Klub

Ein Bildungs- und Integrationsprojekt mit besonderem Akzent ist der Kleine Leseratten-Klub, den Zlata Vodanovic 2008 in Hamburg gründete. Ein buntes Programm bietet Leseförderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Studierende, die selbst aus Migrantenfamilien stammen, arbeiten ehrenamtlich als Vorleser für die 7- bis 18jährigen, die auf unterhaltsame Art mit der deutschen Sprache vertraut werden. Besonders wichtig ist das anschließende Gespräch über die Geschichten; es fördert die Entwicklung der Sprachfähigkeit ebenso wie die soziale Kompetenz.

Zlata Vodanovic wuchs in Deutschland und in Kroatien auf; sie ist seit 2008 Stipendiatin in der Künstlerförderung des Cusanuswerks. 

Finalist Johannes Birtel - Förderverein Altenheim St. Lamberti

Zusammen mit den Bewohnern des Altenwohnheims St. Lamberti in Münster hat Johannes Birtel Angebote entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche der alten Menschen eingehen. So wurde ein professioneller Fotokalender erstellt, der ausdrucksstarke Porträts einzelner Bewohner zeigt. Ein mobiler Koch- und Backwagen bringt über Gerüche und Geschmackserlebnisse die Freude am Essen zurück. Über die Gründung
eines Fördervereins können diese Angebote langfristig aufrecht erhalten werden.

Johannes Birtel studiert Medizin und ist seit 2008 Stipendiat des Cusanuswerks.

 

Finalist Sebastian Spinner - Partnerschaft für gerechte Bildung

Das vor 7 Jahren gegründete Projekt ermöglicht jungen Menschen in Fort-Portal, Uganda, und Cebu-City, Philippinen, den Besuch einer Grund- oder Berufsschule, indem es Schulgebühren und Lernmaterialien zu finanzieren hilft. Dies geschieht im Wissen darum, dass Bildung die entscheidende Voraussetzung ist, um sich aus der Armutsspirale der „Dritten Welt“ zu befreien. Das Projekt verzichtet auf einen kostspieligen administrativen Überbau, so dass die Spenden unmittelbar zur Geltung kommen.

Sebastian Spinner ist Arzt und war Stipendiat des Cusanuswerks von 1999 bis 2005.

Finalistin Melanie Nazmy-Ghandchi - NAQSH

NAQSH (persisch: Abbild, Muster, Rolle) ist eine 2008 im Pergamonmuseum durch-geführte Ausstellung zu Gender und Rollenbildern in Iran, die in Idee und Umsetzung maßgeblich von Melanie Nazmy-Ghandchi bestimmt wurde. Die Ausstellung hinterfragt die Geschlechterrollen, die dem Individuum seinen Platz im sozialen Gefüge der Gesellschaft zuweisen. Dabei wird die Spannung sichtbar, die im modernen Iran zwischen der repressiven, religiös legitimierten Regierung und den vielschichtigen Lebenswelten besteht.

Melanie Nazmy-Ghandchi studiert Ethnologie und Islamwissenschaft und ist seit 2007 Stipendiatin in der Grundförderung des Cusanuswerks.